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Der Dionysoskult

Die Wurzeln des Theater liegen in der kultischen Verehrung des Gottes Dionysos. Dabei weniger im orgiastischen Kult, mit nächtlichen Orgien voll Rausch und Gewalt als vielmehr in den Chorgesängen, den so genannten Bocksgesängen in denen Dionysos gepriesen wurde. Diese Chorgesänge revolutionierte Arion um 600 v.Chr. mit der Schaffung der Dithyrambos, doch ließ er diese auch weiterhin von Bocksängern vortragen. Diese Sänger wurden nach ihrem Kostüm, dem eines Ziegenbocks, so genannt. Dithyrambos bedeutet „tragische Weise“ und stellt die bedeutendste Form der Chorlyrik dar. Arion wirkte zu dieser Zeit am Hofe des Periander in Korinth. Eine weitere Neuerung die Arion zugeschrieben wird ist das versweise Vortragen der Satyrn. Die Verbindung von Politik und Theater oder anders von Arion und Periander zeigt sich hier zum ersten Mal deutlich, und wurde mit Peisistratos und Thespis noch weiter vorangetrieben.

Als Peisistratos den Dionysoskult für Athen zum offiziellen Staatskult erheben ließ, übernahm er die von Arion eingeführten Erneuerungen. Mit großzügiger Ausstattung der Feiern verhalf er den Städtischen Dionysien zu höherer Bedeutung innerhalb des Polis Athen. Die Großen Dionysien waren jetzt in ihrer Bedeutung genauso wichtig, wie die Pananthenäen, die zu Ehren Athene, der Schutzgöttin Athens gefeiert wurden. Damit waren die Dionysien nicht mehr allein kultische, sondern zugleich auch politische Feiern. Peisistratos, der sich als Tyrann auf die Unterstützung der Bauern verließ und den Adel unterdrückte, konnte damit auf weitere Sympathien von seiten der Bauern hoffen, da diese den Gott Dionysos besonders verehrten. „So standen zu Beginn der Tragödie handfeste politische Interessen im Vordergrund“, erläutert Dietrich Böer in seinen Vorwort.

534 v.Chr. beauftragte Peisistratos, den aus Ikaria stammenden Thespis mit der Ausrichtung der Städtischen Dionysien. Dieser dramatisierte den von Arion geschaffenen Dithyrambos, er ließ dem Bocksängerchor einen Einzelnen, den so genannten Antwortenden (Hypokrites) gegenübertreten, so daß sich eine erregte und spannungsgeladene Wechselrede abspielte. Für Heinz Kindermann ist es „die große schöpferische Leistung von Thespis, durch dieses bewegt gesungene Wechselspiel von Einzeldarstellern, vermutlich Thespis selbst, und Chor die Grundform der griechischen Tragödie und ihrer theatralischen Verwirklichung geschaffen zu haben.“

In den darauffolgenden sechs Jahrzehnten bis mit Aischylos einer der bedeutendste Vertreter der griechischen Tragödie die Bühne betrat, kommen immer wieder Neuerungen zu den Aufführungen hinzu. So der Brauch den „Antwortenden“ auch als Prolog auftreten zu lassen. Auch Veränderungen im Kostüm sind festzustellen. Ließ Thespis den „Antwortenden“ noch als Dionysos verkleidet auftreten und darstellen, verliert Dionysos zunehmend an Bedeutung, sein Kostüm aber trägt der Schauspieler weiterhin. Das mehrmalige Erscheinen und Abgehen des Schauspielers und damit eine viel stärkere Variabilität der szenischen Gestaltung ist ebenfalls in dieser Zeit anzusiedeln. Diese ersten Tragodia-Aufführungen hatten noch einen heiteren Charakter. Der erhabene Ernst der späteren Aufführungen wurde in seiner Rigorosität erst durch Aischylos vollzogen.

Anzumerken bleibt noch, daß wir der Theorie Aristoteles‘ und seinen Hinweisen aus seinem Werk Poetik folgen, wenn wir annehmen, die Tragödie hätte sich aus dem Dithyrambos entwickelt. Für die Entstehung der Komödie gibt er als Ursprung das Phalloslied der Dionysosanhänger an

 

 

 

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